Neuigkeit

Information zur Grundsteuer


Im Zusammenhang mit einem Grundstücksverkauf wird dem Steueramt oft die Frage gestellt, warum die Grundsteuerbescheide nochmals an die bisherigen Eigentümer zugestellt werden, obwohl der Verkauf des Grundstücks bereits notariell beurkundet wurde.
Für den Eigentumsübergang und damit die Steuerpflicht gegenüber der Gemeinde ist nicht das Datum des Kaufvertrags ausschlaggebend. Vielmehr sind die tatsächliche Nutzung des Grundstücks, die Zahlung des Kaufpreises und die Auflassung im Grundbuch Indizien für den Zeitpunkt der Neuzurechnung.
Wird also ein Grundstück im Dezember verkauft, die Auflassung erfolgt aber erst im neuen Jahr, so ist der alte Eigentümer noch für das komplette Folgejahr gegenüber der Gemeinde zahlungspflichtig, weil die Grundsteuer eine Jahressteuer ist.
Eine Vereinbarung im Kaufvertrag, dass die Grundsteuer ab einem vereinbarten Termin vom Erwerber bezahlt werden muss, hat nur privatrechtliche Bedeutung und hebt die Steuerschuld des Verkäufers gegenüber der Gemeinde nicht auf. Die Grundsteuer muss der Verkäufer dann selbst vom Käufer einfordern.
Die Gemeinde kann in diesen Fällen keine Aufteilung vornehmen. Zudem kann die Gemeinde die Grundsteuer vom neuen Eigentümer erst erheben, wenn ihr ein veränderter Grundsteuermessbescheid vom Finanzamt vorliegt.